Selbstreinigung

Im Naturbad werden die Selbstreinigungskräfte der Natur genutzt. Diese läuft in emem sehr komplexen Prozess ab. Ein Beispiel dieses Prozesses ist der Nahrungskreislauf (Abbildung).
Die sogenannten Primärproduzenten, die Wasserpflanzen und Algen, nehmen die gelösten Nährstoffe aus dem Wasser auf und bauen ihre Biomasse durch Assimilation unter Nutzung des Sonnenlichtes auf. Der bei ihrer Assimilation frei werdende Sauerstoff wird ins Wasser abgegeben.
Von den im Wasser schwebenden Algen lebt das filtrierende Zooplankton.
Die bekanntesten Vertreter des Zooplanktons sind die Wasserflöhe. Sie strudeln Wasser durch die Mundöffnung in ihren Panzer und führen sich auf diese Weise Nahrungspartikel (Algen) und Sauerstoff zu. Das geschieht so effektiv, dass der gesamte Wasserkörper bis zu 1,7 mal pro Tag umgewälzt wird. Wasserflöhe wirken somit wie eine lebende Filteranlage und halten das Wasser klar. Es wird alles unternommen, sie in Kleinbadeteichen besonders zu schützen. Dies ist auch der Grund, weshalb auf Fischbesatz verzichtet wird. Als Zooplanktonfresser wirken sich Fische negativ auf die Wasserqualität von Kleinbadeteichen aus.

Von allen Ebenen des dargestellten Nahrungsnetzes fällt tote organische Materie (Detritus) an. Dieser Detritus dient Bakterien und Pilzen als Nahrungsgrundlage. Sie mineralisieren den Detritus und stellen dem Phytoplankton wieder Nährstoffe in aufnehmbarer Form zur Verfügung. Der Kreislauf ist geschlossen.

Durch Anwendung weiterer biologischer Selbstreinigungsmechanismen und dem Einsatz von gezielter Technik ist ein Betrieb ohne Einsatz von Chemikalien möglich.

Der Nährstoffkreislauf im Binnengewässer: